Team Orthopädie und Unfallchirurgie

Weitere Informationen Kniechirurgie

Wissenswertes zu den verschiedenen Erkrankungen am Knie

Knieschmerzen – Beschwerden gezielt behandeln

Das Kniegelenk ist eines der größten und am stärksten belasteten Gelenke des menschlichen Körpers. Knochen, Knorpel, Menisken, Bänder und die Kniescheibe arbeiten dabei eng zusammen. Verletzungen, Verschleiß, Fehlstellungen oder Instabilitäten können zu Schmerzen und Einschränkungen im Alltag und beim Sport führen.

In unserer Kniechirurgie behandeln wir Erkrankungen und Verletzungen des Kniegelenks. Dabei stehen eine genaue Diagnostik, eine individuell abgestimmte Behandlung und – wenn möglich – der Erhalt des eigenen Kniegelenks im Mittelpunkt. Unser Angebot in der Kniechirurgie richtet sich besonders an Patientinnen und Patienten aus dem östlichen Rhein-Sieg-Kreis und dem Oberbergischen Kreis, Hennef, Siegburg und Bonn.

Unsere Schwerpunkte liegen insbesondere in der gelenkerhaltenden Kniechirurgie, Meniskuschirurgie, Knorpelchirurgie, Sporttraumatologie, Bandchirurgie, Patellachirurgie und der operativen Korrektur von Kniefehlstellungen.

Meniskusverletzungen

Was ist eine Meniskusverletzung?

Die Menisken liegen zwischen Ober- und Unterschenkelknochen. Sie verteilen die Belastung im Knie, unterstützen die Stabilität und tragen zum Schutz des Gelenkknorpels bei.

Ein Meniskusriss kann durch eine Verletzung oder durch Verschleiß entstehen.

Typische Beschwerden sind Schmerzen am Gelenkspalt, Schwellungen, Schmerzen bei Drehbewegungen, Bewegungseinschränkungen oder ein Blockierungsgefühl.

Behandlung

Je nach Art und Ausmaß der Verletzung kann zunächst eine konservative Behandlung mit Belastungsanpassung, Physiotherapie und Muskelaufbau erfolgen.

Wenn eine Operation notwendig wird, steht der Erhalt des Meniskus möglichst im Vordergrund.

Je nach Rissform können durchgeführt werden:

  • Meniskusnaht
  • Meniskuserhalt
  • arthroskopische Meniskuschirurgie
  • sparsame Meniskusteilresektion, wenn ein Erhalt nicht möglich ist

Bei verschleißbedingten Meniskusrissen ist eine Naht nicht immer möglich, da bestimmte Bereiche des Meniskus nur begrenzt durchblutet sind.

Verletzung des vorderen Kreuzbandes

Was ist eine Verletzung des vorderen Kreuzbandes?

Das vordere Kreuzband ist ein wichtiger Stabilisator des Kniegelenks. Es kontrolliert insbesondere die Vorwärtsbewegung und Rotation des Schienbeins.

Ein Kreuzbandriss entsteht häufig bei Sportarten mit schnellen Richtungswechseln, Drehbewegungen oder Sprüngen.

Typische Beschwerden

  • Schmerzen
  • Schwellung
  • Instabilitätsgefühl
  • Wegknicken des Knies
  • Unsicherheit bei Drehbewegungen
  • Einschränkung sportlicher Aktivitäten

Behandlung

Nicht jeder Kreuzbandriss muss operiert werden.

Je nach Alter, Aktivitätsniveau, Stabilität und Begleitverletzungen kann zunächst eine konservative Behandlung mit Physiotherapie, Muskelaufbau, Koordinationstraining und gegebenenfalls einer Orthese erfolgen.

Bei anhaltender Instabilität oder bestimmten sportlichen und beruflichen Anforderungen kann eine operative Rekonstruktion sinnvoll sein.

Die operative Versorgung erfolgt in der Regel arthroskopisch. Für die Rekonstruktion können körpereigene Sehnen als Transplantat verwendet werden.

Verletzung des hinteren Kreuzbandes

Was ist eine Verletzung des hinteren Kreuzbandes?

Das hintere Kreuzband stabilisiert das Knie und verhindert insbesondere ein übermäßiges Nach-hinten-Gleiten des Schienbeins.

Verletzungen entstehen häufig durch Unfälle oder eine starke Krafteinwirkung auf das Knie.

Behandlung

Bei geeigneten stabilen Verletzungen kann zunächst eine konservative Behandlung mit Orthese, Physiotherapie und gezieltem Muskelaufbau erfolgen.

Bei ausgeprägter Instabilität oder kombinierten Bandverletzungen kann eine operative Rekonstruktion des hinteren Kreuzbandes erforderlich werden.

Innenband- und Außenbandverletzungen

Was ist eine Innenband- und Außenbandverletzungen?

Das Innenband und das Außenband stabilisieren das Knie gegen seitliche Belastungen.

Verletzungen entstehen häufig bei Sportverletzungen oder Unfällen.

Behandlung

Viele isolierte Bandverletzungen können konservativ behandelt werden.

Dazu gehören:

  • Orthese
  • Schonung und Belastungsanpassung
  • Physiotherapie
  • Muskelkräftigung
  • schrittweiser Belastungsaufbau

Bei höhergradigen Verletzungen, bleibender Instabilität oder kombinierten Bandverletzungen kann eine operative Bandrekonstruktion oder Bandrefixation notwendig werden.

 

Patellaluxation und Patellainstabilität

Was ist eine Patellaluxation und Patellainstabilität?

Die Kniescheibe gleitet bei der Bewegung des Kniegelenks in einer Führung am Oberschenkelknochen.

Bei einer Patellaluxation springt die Kniescheibe teilweise oder vollständig aus dieser Führung. Bei manchen Patienten kommt es zu wiederholten Luxationen und einer dauerhaften Instabilität.

Anatomische Faktoren wie eine besondere Form der Gelenkführung, ein Patellahochstand oder bestimmte Achs- und Rotationsfehlstellungen können eine Instabilität begünstigen.

Typische Beschwerden

  • Gefühl des Wegspringens der Kniescheibe
  • wiederholte Luxationen
  • Schmerzen an der Vorderseite des Knies
  • Schwellung
  • Unsicherheit beim Sport
  • Bewegungseinschränkung

Behandlung

Bei einer erstmaligen Patellaluxation kann zunächst eine konservative Behandlung mit Orthese, Physiotherapie und gezieltem Muskel- und Koordinationstraining erfolgen.

Bei wiederholter Instabilität oder entsprechenden anatomischen Voraussetzungen kann eine operative Stabilisierung erforderlich sein.

Je nach Ursache kommen verschiedene Verfahren infrage:

  • MPFL-Rekonstruktion
  • knöcherne Korrekturen und Osteotomien
  • Korrektur eines Patellahochstands
  • Behandlung von Knorpel- und Knochenverletzungen
  • weitere stabilisierende und gelenkerhaltende Verfahren

Entscheidend ist die genaue Analyse der Ursache. Nicht jede Patellainstabilität benötigt dieselbe Operation.

Knorpelschäden des Kniegelenks

Was ist ein Knorpelschaden des Kniegelenks?

Der Gelenkknorpel ermöglicht ein reibungsarmes Gleiten der Gelenkflächen.

Knorpelschäden können durch Verletzungen, Überlastung oder Verschleiß entstehen.

Beschwerden

  • Belastungsschmerzen
  • Schwellungen
  • Bewegungseinschränkungen
  • Reibungs- oder Druckgefühl
  • Schmerzen bei bestimmten Bewegungen

Behandlung

Je nach Ausmaß und Ursache kommen zunächst Belastungsanpassung, Physiotherapie, Muskelaufbau und Schmerztherapie infrage.

Bei umschriebenen Knorpelschäden können gelenkerhaltende operative Verfahren eingesetzt werden.

Dazu gehören je nach Befund beispielsweise arthroskopische Verfahren und knorpelstimulierende oder rekonstruktive Verfahren.

Bei großflächigen degenerativen Knorpelschäden sind die Möglichkeiten der Knorpelrekonstruktion hingegen begrenzt. Eine vollständige Wiederherstellung des ursprünglichen Knorpels kann nicht in jedem Fall erreicht werden.

Osteochondrosis dissecans des Knies

Was ist Osteochondrosis dissecans des Knies?

Bei der Osteochondrosis dissecans kommt es zu einer Schädigung des Knochens unterhalb des Gelenkknorpels.

Häufig betrifft die Erkrankung jüngere Patienten und die innere Oberschenkelrolle.

Behandlung

Je nach Alter, Stadium und Stabilität des Befundes kann zunächst eine konservative Behandlung mit Belastungsreduktion und Verlaufskontrollen erfolgen.

Bei geeigneten Befunden können operative Verfahren zur Anregung der Durchblutung und zum Erhalt des betroffenen Knochen- und Knorpelbereichs eingesetzt werden.

Hierzu gehören je nach Befund beispielsweise Bohrverfahren wie die Pridie- oder Beck-Bohrung.

Kniefehlstellungen - O-Bein und X-Bein

Was ist eine Kniefehlstellungen – O-Bein und X-Bein?

Bei einem O-Bein (Genu varum) wird insbesondere der innere Bereich des Kniegelenks stärker belastet.

Bei einem X-Bein (Genu valgum) kann sich die Belastung stärker auf den äußeren Gelenkbereich verlagern.

Eine ausgeprägte Fehlstellung kann Beschwerden verursachen und den Verschleiß bestimmter Gelenkbereiche begünstigen.

Behandlung

Je nach Beschwerden können zunächst Physiotherapie, Muskelkräftigung und eine Anpassung der Belastung erfolgen.

Bei geeigneten Patienten kann eine gelenkerhaltende Umstellungsosteotomie durchgeführt werden.

Dabei wird die Beinachse gezielt korrigiert, um den stärker belasteten Gelenkbereich zu entlasten.

Sportverletzungen des Kniegelenks

Was sind Sportverletzungen des Kniegelenks?

Das Knie ist bei vielen Sportarten hohen Belastungen ausgesetzt.

Zu den häufigsten Sportverletzungen gehören:

  • Meniskusverletzungen
  • Kreuzbandverletzungen
  • Innen- und Außenbandverletzungen
  • Patellaluxationen
  • Knorpelverletzungen
  • kombinierte Bandverletzungen

Behandlung

Nicht jede Sportverletzung muss operiert werden.

Je nach Verletzung können zunächst Orthesen, Physiotherapie, Muskelaufbau, Koordinationstraining und eine angepasste Belastungssteigerung erfolgen.

Bei anhaltender Instabilität oder relevanten strukturellen Verletzungen kann eine operative Behandlung notwendig werden.

Arthroskopie des Kniegelenks

Was ist eine Arthroskopie des Kniegelenks?

Arthroskopie des Kniegelenks

Bei einer Kniearthroskopie wird über kleine Zugänge eine Kamera in das Kniegelenk eingebracht. Über weitere Zugänge können spezielle Instrumente eingesetzt werden.

Dadurch können verschiedene Erkrankungen des Kniegelenks diagnostiziert und behandelt werden.

Mögliche arthroskopische Eingriffe sind beispielsweise:

  • Meniskusnaht
  • Meniskusteilresektion
  • Behandlung bestimmter Knorpelschäden
  • Kreuzbandrekonstruktion
  • Entfernung freier Gelenkkörper
  • Behandlung bestimmter Schleimhautveränderungen
  • ausgewählte Eingriffe an der Patella

 

Freie Gelenkkörper

Was sind freie Gelenkkörper?

Freie Knorpel- oder Knochenstücke im Knie können Schmerzen, Bewegungseinschränkungen oder Blockierungen verursachen.

Wenn sie Beschwerden verursachen und für eine operative Behandlung geeignet sind, können freie Gelenkkörper arthroskopisch entfernt werden.

Plica-Syndrom

Was ist ein Plica-Syndrom?

Eine Plica ist eine Schleimhautfalte im Kniegelenk.

Wenn sie verdickt oder gereizt ist, kann sie bei bestimmten Bewegungen Schmerzen oder Reibungsbeschwerden verursachen.

Zunächst kann eine konservative Behandlung mit Belastungsanpassung und Physiotherapie erfolgen.

Bei anhaltenden Beschwerden kann in geeigneten Fällen eine arthroskopische Behandlung erfolgen.

Hoffa-Syndrom

Was ist ein Hoffa-Syndrom?

Der Hoffa-Fettkörper befindet sich unterhalb der Kniescheibe und kann durch Überlastung oder Reizung schmerzhaft verändert sein.

Typisch sind Schmerzen im vorderen Kniebereich.

Zunächst erfolgt eine konservative Behandlung. Bei anhaltenden Beschwerden und entsprechendem Befund kann eine arthroskopische Behandlung infrage kommen.

Gelenkerhaltende Kniechirurgie

Was bedeutet gelenkerhaltende Kniechirurgie?

Ziel der gelenkerhaltenden Kniechirurgie ist es, das natürliche Kniegelenk möglichst lange zu erhalten.

Dazu gehören je nach Erkrankung:

  • Meniskuserhalt und Meniskusnaht
  • Knorpelbehandlung
  • Kreuzbandrekonstruktion
  • Patellastabilisierung
  • Umstellungsosteotomien
  • Behandlung bestimmter Knorpel-Knochen-Schäden

Dabei ist nicht jede Veränderung in einer MRT-Untersuchung automatisch eine Operationsindikation. Entscheidend sind die Beschwerden, die klinische Untersuchung und der individuelle Befund.

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<h4>Unser Team der Orthopädie & Unfallchirurgie</h4>

Unser Team der Orthopädie & Unfallchirurgie

Chefarzt Dr. med. Jörg-Uwe Schulz (2. v. l.) mit seinem Team: Dr. med. Claus Eiermann, Hassan Alani, Alaa Bahbouh (v. l. n. r.)

E-Mail: orthopaedie@krankenhaus-eitorf.de
Telefon: 02243 – 881 – 1620

<h4>Hassan Alani</h4>

Hassan Alani

Leitender Oberarzt Orthopädie und Unfallchirurgie - Hauptoperateur im EndoProthetikZentrum in Eitorf - Spezialist für Kniechirurgie / Kniegelenkarthroskopie

E-Mail: orthopaedie@krankenhaus-eitorf.de
Telefon: 02243 – 881 – 1620

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