Dr. med. Jörg-Uwe Schulz

Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie - Leitung und Koordination des EndoProthetikZentrum im Siegtal - Facharzt im MVZ St. Franziskus in Oberwiehl

Fachbereich(e):

Facharzt für Orthopädie, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie incl. fachgebundener Röntgendiagnostik Zusatzbezeichnung Manuelle Medizin - Osteologe DVO

Ein sehr gut eingespieltes und erfahrenes Ärzte / Pflege-Team kümmert sich von der Voruntersuchung, Planung und Durchführung der Operation bis zur Nachbehandlung um Sie. Wir behandeln umfassend, auf der sich ergänzenden Grundlage unserer Fachgebiete und Zusatzausbildungen (Orthopädie, Unfallchirurgie, Osteologie und Manuelle Medizin), um die volle Funktionsfähigkeit Ihres Gelenks und eine weitestgehende Schmerzfreiheit auf Dauer wieder herzustellen.

 

Kontakt

Telefon:

02243 / 881-1620

Fax:

02243 / 881-2348

E-Mail:

orthopaedie@krankenhaus-eitorf.de

Weitere Mitarbeiter im Team von

Dr. med. Jörg-Uwe Schulz

Weiterbildungsermächtigungen

Das St. Franziskus Krankenhaus bietet im Bereich der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie folgende Weiterbildungsmöglichkeiten an:

 

Beruflicher Werdegang von Dr. med. Jörg-Uwe Schulz

  • 1986 – 1992
    Medizinstudium an der Universität Köln
  • 1992 – 1995
    Chirurgie Ev. KHS Kredenbach, Dr. Stracke und Dr. Brand
  • 1995 Chirurgie Jung-Stilling Krankenhaus Siegen, Prof. Dr. Sachweh
  • 1996 – 2001
    Orthopädie St. Josef KHS Engelskirchen, Prof. Dr. Dustmann
  • 2002 – 2003
    Chirurgie St. Josef KHS Engelskirchen, Dr. Littmann und Dr. Doppstadt
  • 2003 – 2007
    Oberarzt / Leitender Oberarzt der Abteilung Orthopädie und Unfallchirurgie am St. Josef Krankenhaus Engelskirchen, Dr. Doppstadt
  • 2007 – 2008
    Chefarzt der Abteilung Orthopädie und Unfallchirurgie am St. Josef Krankenhaus Engelskirchen / Katholische Kliniken Oberberg gGmbH
  • Seit 1.10.2008
    niedergelassener Privatarzt und Kooperationsarzt für Operationen des Fachgebietes bei der Diakonie Südwestfalen / Krankenhaus Kredenbach
  • Mai 2012
    Chefarzt der Abteilung für orthopädische Chirurgie und Unfallchirurgie am Diakonie Klinikum – Krankenhaus Kredenbach
  • Seit 01.01.2013
    Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie in der St. Franziskus Krankenhaus GmbH

Interview mit Dr. Jörg-Uwe Schulz

  • Warum haben Sie Medizin studiert?

Als ich 15 war, ist mein Großvater schwer erkrankt. Ich habe ihn mehrfach im Krankenhaus besucht. Das ganze Drumherum hat mich gefangengenommen; damals wurde ein Schalter umgelegt. Danach habe ich alle Entscheidungen nach meinem Ziel ausgerichtet, eines Tages als Arzt anderen zu helfen. Ich habe Biologie und Mathematik als Leistungskurs gewählt und als Vorbereitung auf das Medizinstudium vor der Bundeswehr ein zweimonatiges Pflegepraktikum im Krankenhaus absolviert, um zu gucken: Kann ich denn überhaupt mit Menschen? Ich habe es nie bereut, diesen Beruf ergriffen zu haben – ich wollte nie etwas anderes machen.
Die ersten drei Jahre war ich in Siegen tätig, um anschließend nach Engelskirchen zu wechseln, bin vom Assistenzarzt zum Oberarzt und schließlich zum Chefarzt aufgestiegen. Doch dann wollte ich mich verändern, etwas Neues machen,  eigenverantwortlich meine Ziele verwirklichen. So habe ich gekündigt, um mich mit einem Kollegen selbstständig zu machen mit Prothetik, war fünf Jahre freiberuflich tätig. Eine tolle Zeit. Schließlich bin ich nach Eitorf gekommen. Was ich am hiesigen Krankenhaus schätze: den engen Kontakt zu meinen Patienten – von der Diagnose über die OP bis hin zur Nachsorge.

  • Was zeichnet Sie als Arzt aus?

Ich habe die positive Einstellung, dass ich Menschen aus ihrer Not herausholen, sie heilen kann. Ich schaffe es offensichtlich rüberbringen, dass das mein Antrieb ist. Das kommt an, und dann bricht das Eis.
Aber egal, wieviel Jahre ich das nun schon mache, und auch, wenn ich inzwischen mehrere Tausend Prothesen eingebaut habe: Ich würde nie denken, eine Operation ist ein Selbstläufer. Nach jeder OP verspüre ich Dankbarkeit dafür, dass es wirklich geklappt hat, dass ich meinen eigenen Anspruch erfüllt habe.

  • Was sollen Ihre Patienten über Sie sagen?

Sicherlich nicht, dass sie mich für irgendetwas ganz Besonderes halten. Mir geht es nicht um Reputation. Aber ich würde mich freuen, wenn sie wahrnehmen: Ich bemühe mich, sie im Rahmen der Möglichkeiten gesund zu machen. Und dass ich weiß, was sie für Sorgen haben und für sie ansprechbar bin.

  • Jeder hat Angst vor Krankheit. Was hilft in der Situation?

Ein Mensch, der sich die Zeit und Offenheit nimmt, für einen da zu sein. In dieser lebensverändernden Situation mit seinen Sorgen alleine zu verbleiben, ist beängstigend. Wer krank ist, sucht Zuspruch von Mitmenschen. Zuversicht kann man als Arzt nicht immer geben. Aber man kann in jedem Fall etwas in Aussicht stellen, worauf die- oder derjenige sich freuen kann, aus seiner Erfahrung heraus Lösungen aufzeigen, die helfen können. Und ein Gespräch führen, das sich nicht nur auf die rein sachlichen Aspekte beschränkt. Wenn ich dem Patienten nach der OP versichere, dass alles gut ist, bekommt er das trotz der abklingenden Narkose mit. Das ist ein erlösender Moment.

  • Was tun Sie selbst, um gesund zu bleiben?

Es ist wichtig, beweglich zu bleiben. Wir haben uns E-Mountainbikes gekauft. Damit durch den Wald zu fahren, macht richtig Spaß. Letztens habe ich mich ordentlich „gewickelt“. Bei dem Sturz ist der Oberschenkelmuskel abgerissen; nach der OP war ich sechs Wochen krankgeschrieben. So ein Unfall macht einen vorsichtiger. Aber ich bin immer aktiv, auch auf Reisen bin ich einen Tag hier, den nächsten dort. Strandurlaub habe ich nur einmal in meinem Leben gemacht – gezwungenermaßen.

  • Was hat Sie geprägt?

Ich fand immer, dass ich eine gute Kindheit gehabt habe. Ich war schon als Junge sehr aktiv. Meine ersten Lebensjahre habe ich in einem Neubaugebiet gewohnt und im Dreck herumgebuddelt. Das erste Geschenk, an das ich mich erinnere, war eine Werkzeugkiste. Wir haben im Wald Hütten gebaut, im Steinbruch Sprungschanzen. Es gab keinen Tag, an dem ich nicht mit offenen Wunden nach Hause gekommen wäre. Da muss ich die Toleranz meiner Eltern bewundern.
Während ich in Köln studiert habe, bin ich zuhause wohnen geblieben. Am Aachener Weiher ist man nie alleine, das habe ich nie als gut empfunden. Ich habe immer die Ruhe auf dem Land genossen, lieber meine Kommilitonen zum Grillen in unserem Garten oder zum Schwimmen in der Bruchertalsperre eingeladen.

  • Beschreiben Sie eine Situation, in der Sie sich pudelwohl fühlen!

Da gibt es eine Menge. Ich bin schon viel gereist. Wenn ich dann an einem Traumziel sitze, wo es mich schon immer hingezogen hat (wie auf der Panoramastraße in Südafrika), bin ich glücklich. Ich plane gerne Touren nach Costa Rica, Kuba oder in die USA, bin aber auch oft in Skandinavien. Aber ich stelle auch zunehmend fest: Früher zog es mich mehr in die Welt hinaus, heute interessiere ich mich mehr denn je für meine Wurzeln. Ich lebe in Engelskirchen, bin in Wiehl aufgewachsen. Mit einem Freundes-Clubchen suchen wir alle paar Wochen ein Restaurant mit regionalen Gerichten auf, dann essen wir beispielsweise in der „Bergischen Stube“ in Lindlar einen oberbergischen Pillekuchen. Ich genieße dieses Zusammensein im Freundeskreis, wo man sich fallenlassen kann und redet, wie einem der Schnabel gewachsen ist.
Ich bin auch gerne mit mir alleine, dann bin ich mit dem Rad unterwegs, gehe in die „Walddusche“, entdecke die Natur. Dabei kann ich meinen Gedanken nachhängen – das braucht man.

  • Wobei kann man Ihnen ein X für ein U vormachen?

Da muss man ehrlich sein: Von anderen Bereichen außer der Medizin habe ich eigentlich keine Ahnung. In der Finanzwirtschaft und der Rechtswissenschaft habe ich so eine Laienahnung. Ich kann weder programmieren, noch kochen – zumindest nicht so, dass ich jemanden zum Essen einladen würde.

  • Ohne was würden Sie nicht leben wollen?

Ohne den sicheren Halt der Familie, meiner Frau und meiner Tochter. Das Schöne ist: Am Ende des Tages kommt man in eine sichere Festung, in der man nicht an seiner Leistung gemessen wird.

  • Wie würden Sie sich beschreiben?

Ein paar Macken hat natürlich jeder. Ich bin ziemlich ehrlich, konsequent und zuverlässig: Wenn ich etwas zusage, etwas verspreche, halte ich das. Insgesamt würde ich mich als recht tolerant bezeichnen – auch für Macken der anderen. Ich bin kein besonders komplizierter Mensch, kann mich anpassen. Ich möchte in einem harmonischen Umfeld arbeiten. Und ich versuche, eine positive, humorvolle Stimmung zu verbreiten, mir Zeit für ein privates Wort zu nehmen. Es ist wichtig, auch mal gemeinsam zu lachen, das trägt dazu bei, leistungsfähig zu sein.

  • Welche beruflichen Momente erfüllen Sie mit Zufriedenheit?

Positives Feedback nährt einen. Letztens hat mir bei der Nachuntersuchung ein junger, aktiver Rennradfahrer gesagt, dass er nach seiner Hüft-OP wieder jeden Tag 100 Kilometer fährt. Diesem Menschen habe ich einen großen Gefallen getan, indem ich ihm seinen Lebensinhalt wiedergegeben habe. Wenn durch eine Prothese das gesundheitliche Problem des Patienten gelöst ist, ist das befriedigend – für beide Seiten.

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